Facharzt.de: 28.08.2001 16:27
Roche weist Übernahmespekulationen um Bayer zurück
Roche habe weder mit Bayer Gespräche über eine Akquisition geführt noch sei ein solcher Gesprächstermin vereinbart, teilte der Schweizer Pharmakonzern heute mit.

 

Wie lange hältst du dich noch, Deutschland
Heute BAYER, morgen Daimler Chrysler, übermorgen SIEMENS?

 

BAYER und Lipobay:
soll deutscher Grosskonzern von amerikanischer Wirtschaft übernahmereif
geredet und prozessiert werden?

 

Clement steht zu BAYER - BAYER kontert Schmidt
Nicht die Deutsche Bank und Telekom-Aktionäre sollten uns Sorgen bereiten.
Heute BAYER, morgen Daimler Chrysler, übermorgen SIEMENS?
Wird unsere Nation systematisch ausverkauft und demontiert?


Eigentlich ist doch Viagra das nebenwirkungsträchtigste Präparat mit den meisten Sterbefällen, nur wird es nicht von einem deutschen Grosskonzern produziert, daher hört man auch nichts? - Wer hat daran Interesse, BAYER übernahmereif herunterzureden? Ist das die neue Masche, Deutschland endlich den Todesstoss zu versetzen? Wer muss denn wegen zu hoher Blutfettwerte Medikamente wie Lipobay nehmen, gesunde Menschen? Greift denn kein Politiker im Stil von Wolfgang Clement ein?

 

Arzneimittelkommission Köln, den 2. Juni 1998: "Das Gerede von der wundersamen »Potenzpille« ist aus ärztlicher Sicht unverantwortlich und läßt völlig außer acht, daß eine unkontrollierte Einnahme von Viagra® schwere Nebenwirkungen nach sich ziehen kann. Die aus den USA vorliegenden Berichte über Todesfälle nach Einnahme von Viagra® sollten wir ernst nehmen", warnt Professor Dr. Bruno Müller-Oerlinghausen, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ). Schwerwiegende gesundheitliche Folgen seien vor allem bei Männern zu befürchten, die an Herz-Kreislauferkrankungen und an Diabetes litten. "Zudem deutet einiges daraufhin, daß Sehstörungen in wesentlich größerem Umfang auftreten als bisher angenommen", so Müller-Oerlinghausen...

 

Frau Ministerin Ulla Schmidt sollte sich nicht vor den Ochsenkarren der Krankenkassen spannen lassen (Kassen dürfen Ärzte nicht warnen). cenjur empfiehlt vielmehr Frau Ulla Schmidt, die Krankenkassen auf Wirtschaftlichkeit hin zu überprüfen. Denn durch wen haben wir das Arzneimittelbudget, die Kostendämpfung, die Schwierigkeiten heute? Wer hat denn "über Nacht" patientenfeindlich aus Kostengründen für die Krankenkassen den - Entschuldigung bitte - hundsgewöhnlichen Hausarzt derart aufgewertet und den Internisten mit 6 Jahren zusätzlicher Facharztausbildung nivelliert? Wer plädiert denn gar für die Abschaffung des Facharztes und zwingt den Patienten zunächst zum "hundsgewöhnlichen" Hausarzt? Wozu haben wir denn unsere Fachärzte mit ihrer langen Zusatzausbildung? Das haben wir doch jetzt davon. Lipobay wird mit dieser patientenfeindlichen Krankenkassenpolitik erst den Anfang machen. 

Ulla Schmidt, helfen Sie Wolfgang Clement, kontrollieren Sie die Krankenkassen auf wirtschaftliche Arbeitsweise, unterstützen Sie Müllers Vorschlag hinsichtlich der Auszahlung der Beiträge zur Sozialversicherung. Sorgen Sie für eine Grundversicherungspflicht im Stil der Autohaftpflicht, schaffen Sie Wettbewerb im Sozialversicherungswesen

 

Gudrun Seidl, cenjur, 18. August 2001