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Frau Gudrun Seidl, cenjur -
Zu Ihrer
Anfrage vom 31. Juli (Test von Alt-Chemikalien an Tieren durch
EU),
können wir Ihnen folgendes mitteilen:
das Weissbuch sieht in der Tat vor, dass Chemikalien in grösserem Umfang
getestet werden sollen als in der Vergangenheit.
Es handelt sich jedoch
nicht um 70.000 sondern nur um 30.000 Substanzen.
Für
20.000 unter ihnen
schlägt die Kommission
"in vitro"-Tests vor, d.h.
gerade keine Tierversuche.
Für die verbleibenden
10.000 Substanzen wird es in der Tat Tierversuche geben.
Die Zahl von 10 Millionen Tieren ist jedoch weit
übertrieben. Die Kommission hat klargestellt, dass bereits vorhandene
Versuchsergebnisse so weit wie möglich anerkannt werden, d.h. nicht
erneut durchgeführt zu werden brauchen. Das gilt auch für
Versuchsergebnisse, die im Ausland, z.B. in den USA durchgeführt wurden.
Ausserdem finanziert die Kommission ein Forschungsprogramm, das zur Aufgabe
hat, mit Hochdruck zusätzliche "in vitro"-Testverfahren zu entwickeln.
Solche Alternativverfahren werden Tierversuche mit Laborratten und -mäusen
ersetzen bzw. auf ein Mindestmass beschränken.
Mit freundlichen Grüssen,
Europäische Kommission
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